Corona & Schule > Lernen trotz Schulausfall? > Lernen ohne Freunde
Stichworte


Schüler brauchen Mitschüler!


Warum gehen Schüler gerne in die Schule? Weil sie dort ihre Freunde treffen! Schule ist für viele Schüler in erster Linie ein sozialer Ort, an dem sie Beziehungen zu ihrer Altersgruppe leben, sich darin ausprobieren und erfahren.

Die Gruppe der Freunde und Klassenkameraden hat aber auch unmittelbare Auswirkungen auf das Lernen selbst. Die Banknachbarin oder der Banknachbar hat nämlich eine wichtige Funktion als Ansporn, Vergleich und Verhaltensmodell.

Wenn alle Mitschüler in meiner Reihe nicht verstehen, was der Mathelehrer da eben erklärt hat, dann wird es wohl am Lehrer liegen und nicht an mir. Wenn einer von uns sich zu fragen traut, dann kann ich das auch machen. Und wenn meine Banknachbarin immer noch an der Matheaufgabe knobelt, dann sollte ich es vielleicht auch noch einmal versuchen.

Die Auswirkung auf Motivation, Konzentration und Leistungsbereitschaft, die der Klassenverband hat, wird oft übersehen. In der Schule lässt sich eben auch deswegen konzentrierter Lernen, weil alle anderen das ebenfalls tun - woran auch der eine oder andere Störenfried nichts ändert.

Je weniger Schulbesuche derzeit möglich sind, umso mehr entfällt dieser unterstützende Effekt der Gruppe. Und so ist auch nicht überraschend, dass Schüler ohne Schule oft weniger konzentriert sind, schneller aufgeben, sich weniger nachzufragen trauen und ihre Motivation fürs Lernen überhaupt abnimmt.

Auch ein sehr guter Nachhilfelehrer kann die Freunde nicht ersetzen. Aber im individuellen Einzelunterricht kann er alle anderen Faktoren sehr wohl beeinflussen – und dafür sorgen, dass das Lernen auch ohne Schule effektiv bleibt.  

++ Lassen Sie sich von uns beraten! ++


Vorherige Seite